So berücksichtigen Sie 8 Lernstile im Erwachsenenlernen

Die Arbeitswelt verlangt schnelle Lernfortschritte. Dieser Beitrag zeigt, wie du Trainings für Verkäufer praxisnah, zielgerichtet und wirksam gestaltest.

Warum Erwachsene lernen

Die Theorie des Lernens für Erwachsene heißt Andragogik. Malcolm Knowles prägte den Begriff. Andragogik beschreibt Annahmen, wie Erwachsene Neues aufnehmen. Für dich als Verkäufer ist das wichtig, weil Training praktisch wirkt. Eine 2024 veröffentlichte Übersicht nennt sechs Prinzipien, die Trainings formen: Selbststeuerung, Erfahrung, Lernbereitschaft, problemorientierte Ausrichtung, das Bedürfnis nach Sinn und innere Motivation.

Die Prinzipien sagen konkret, was Training braucht. Gib Wahlmöglichkeiten. Binde vorhandene Erfahrung ein. Trainiere Fertigkeiten, die aktuell gefragt sind. Arbeite an realen Problemen und erkläre Zweck sowie erwartetes Ergebnis. Fördere innere Antriebe wie Vertrauen und Kompetenz. Praxiserprobte Übungen helfen. Rollenspiele, etwa KI-gestützte Simulationen wie VirtualSpeech, bieten sichere Übungsräume vor echten Kundengesprächen.

„Kurz: Andragogik verlangt praxisnahe, zielorientierte und selbstgesteuerte Übungen.“

Die acht Typen

Es gibt acht Lerntypen: visuell, aurale, verbal, sozial, logisch, körperlich-taktile, allein lernend und naturalistisch. Jeder hat in bestimmten Situationen eine dominante Präferenz. Für dich als Verkäufer heißt das: Kollegen nehmen Informationen unterschiedlich auf. Erkenne Hinweise im Gespräch. Dann passt du Methoden an. So werden Inhalte zugänglicher.

Für jeden Typ gibt es konkrete Methoden: Bilder und Diagramme für Visuelle, Aufnahmen und Diskussionen für Aurale, Rollenspiele und Texte für Verbale, Gruppenübungen für Soziale. Logisch Denkende profitieren von Zahlen. Körperliche brauchen Praxis. Allein Lernende mögen Selbststudium. Naturalistische lernen durch Beobachten. Variiere Formate. Digitales Storytelling verbessert laut einer 2024 SAGE Open Studie die Behaltequote gegenüber reinen Vorträgen.

„Kurz: Verschiedene Formate erreichen verschiedene Lerntypen besser.“

Praxis für den Verkauf

Wichtig ist für dich als Verkäufer, Trainings an Kundensituationen zu messen. Nutze Charts und Produktbilder bei Pitches für Visuelle. Nimm Verkaufsgespräche auf für Aurale. Übe deine Ansprache laut und schreibe sie für Verbale. Setze Gruppen-Rollenspiele ein, um Einwände zu trainieren. Gib Logikern Zahlen und Belege. Lasse körperlich Lernende Produkte anfassen oder simulierte Demos führen.

Allein Lernende gib klaren Aufgaben und Möglichkeiten zur Selbstkontrolle. Naturalisten profitieren, wenn du Muster und Fälle aus dem Alltag zeigst. Immer: Übung, Kontext, Feedback. Übe reale Einwände in simulierten Gesprächen. Nutze Aufzeichnungen als Reflexionswerkzeug. Variiere Formate, so erreichst du verschiedene Präferenzen in einer Gruppe. Rollenspiele stellen reale Gesprächssituationen sicher nach.

„Kurz: Setze praxisnahe Übungen, Aufnahmen und Variation ein, um Verkäufe zu stärken.“

Was Studien sagen

Die Idee, jede Person nach ihrem Lernstil zu unterrichten, ist weit verbreitet. Die British Psychological Society listet Lernstile als einen der verbreiteten Mythen. Eine Studie in Anatomical Sciences Education mit Hunderten von Studierenden zeigt: Noten korrelieren nicht mit dem angenommenen Lernstil. 67 Prozent studieren nicht nach ihrem vermuteten Stil, und jene, die es tun, erzielen keine besseren Leistungen.

Eine Meta-Analyse 2024 in Frontiers in Psychology fasst 21 Studien zusammen und findet, dass Vorteile durch Anpassung an Lernstile zu klein und selten sind. Die Online-Leitlinie der University of Michigan stellt fest, dass kein Nachweis existiert, dass das Lehren nach einem Lernstil zu besserem Behalten oder Lernerfolg führt. Variiere Techniken, um Engagement und Transfer zu erhöhen.

„Kurz: Starke Evidenz fehlt; Vielfalt der Methoden wirkt am besten.“

Kurz für Verkäufer

Für dich als Verkäufer heißt das konkret: Baue Training um echtes Üben. Verbinde Inhalte mit deinen Kundensituationen. Nutze Aufnahmen, Rollenspiele und Zahlenbelege. Gib Wahl bei Übungen. Mache Zweck und erwartetes Ergebnis klar. Variiere Formate, damit alle Lernpräferenzen angesprochen werden. So lernst du schneller, gewinnst Sicherheit in Gesprächen und verbesserst Abschlussraten durch bessere Vorbereitung.

Wie ist deine Erfahrung?

Autor: Philipp Zurr (+49 1511 2783 451)

Schreibt mir gerne über Kontakt oder lernt unser Mehrverkaufssystem kennen.

Quelle:virtualspeech.com

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Philipp Zurr

willkommen@teamunger.de
Tel. +4915112783451
Dr. Carl-Henß-Straße 20
61130 Nidderau

Neueste Beiträge

Warum ein Nein im Vertrieb nicht immer Nein heißt

Warum ein Nein im Vertrieb nicht immer Nein heißt

Ein Nein im Verkauf klingt oft klar. Doch sein Kern bleibt meist unscharf. Genau dort setzt gutes Profiling an: Du hörst nicht nur das Wort, du prüfst den Grund dahinter. Das Nein ist offen „Nein, das brauche ich nicht.“ Dieser Satz stoppt viele Gespräche. Und viele...

Warum Zuhören für Führungskräfte zählt

Warum Zuhören für Führungskräfte zählt

Strategisches Zuhören kostet dich keine Zeit, es spart dir Nacharbeit, Widerstand und Fehlentscheidungen. Wenn du als Verkäufer oder Führungskraft Gespräche nur bis zur Antwort führst, fehlt dir oft genau der Punkt, der später Probleme macht. Wer wirklich zuhört,...

Warum Top-Performer Coaching brauchen

Warum Top-Performer Coaching brauchen

Du kennst das aus dem Alltag: Viel Energie fließt in die, die hängen bleiben. Genau dort entsteht Druck. Doch deine starken Leute brauchen ebenfalls Coaching. Sonst werden aus guten Ergebnissen schnell Routine und aus Routine Stillstand. Wen du leicht übersiehst Im...