Füllwörter wie „äh“, „hm“ und „so“ schwächen oft dein Auftreten in Meetings und Kundenanrufen. Mit einfachen, wiederholbaren Übungen reduzierst du diese Gewohnheit. Das stärkt deine Glaubwürdigkeit genau in den Momenten, in denen es zählt.
Was sind Füllwörter
Füllwörter sind Laute und Wörter, die Pausen füllen ohne neuen Inhalt zu bringen. Sie helfen dem Sprecher, die Redezeit zu halten, während das Gehirn das nächste Wort sucht. Typische Beispiele sind „um“, „äh“, „so“, „ok“, „also“ und „you know“; Linguisten unterscheiden zwischen Fülllauten und Gesprächsmarkern.
„Like“ zählt nur dann als Füllwort, wenn es keinen Bedeutungsbeitrag leistet. Verwendest du es als Vergleich, bleibt es korrekt. Ziel ist nicht totale Sauberkeit. Ziel ist, Füllwörter so selten zu machen, dass sie nicht mehr ablenken.
Warum sie entstehen
Das Gehirn braucht oft einen Moment, um die nächsten Worte abzurufen. Valerie Fridland von der Stanford Graduate School of Business erklärt, dass Füllwörter vor schwierigem Abruf auftreten. In der Praxis entstehen sie, wenn du nach einem präzisen oder ungewohnten Wort suchst.
Unter Druck steigen diese Gewohnheiten. Nervosität zeigt sich oft in Fülllauten. Laut Chapman University sind 29% der Menschen sehr oder recht ängstlich bei öffentlichem Reden. Für L&D und HR ist das relevant: klare Sprache signalisiert Kompetenz in stressigen Situationen.
Drei klare Schritte
Schritt 1: Nimm dich auf. Viele wissen nicht, wie oft sie zögern, bis sie sich hören. Nimm reale Situationen auf: Teammeeting, Kundenanruf, Präsentation. Höre die Aufnahmen aktiv an. Zähle die Füllwörter. Sobald du Muster kennst, erkennst du, wann und welche Wörter dich stören.
Schritt 2: Unterbreche die Gewohnheit. Wenn du ein Füllwort spürst, halte kurz inne. Wiederhole die letzten Worte ohne Füller. Reduziere dein Sprechtempo. Eine kurze Stille wirkt souverän. So gibst du deinem Gehirn Zeit, ohne dass deine Botschaft an Kraft verliert.
Schritt 3: Übe gezielt in formellen Settings. Kenne deine Kernaussagen gut. Vermeide Wort-für-Wort-Skripte, die beim Verlieren der Stelle zu mehr Zögern führen. Übe aus Stichpunkten. Manche Trainings‑Tools erkennen Füllwörter und geben direktes Feedback nach jedem Durchgang.
Skalierbares Teamtraining
Einzelcoaching ist direkt. Bei Hunderten von Mitarbeitern brauchst du ein wiederholbares System. Digitale Übungen liefern Vergleichswerte. Plattformen, die Füllwörter messen, erlauben standardisiertes Üben und Nachverfolgung. So siehst du Entwicklung statt Einzelfallbeurteilung.
Virtuelle Rollenspiele bilden sichere Übungsräume. Sie liefern sofortiges Feedback zu Füllwörtern. Nach jedem Versuch gibt es eine Reflexion mit konkreten Hinweisen, woran du weiterarbeitest. Für L&D heißt das: messbare Fortschritte statt einzelner Anekdoten.
Was du als Verkäufer gewinnst
Für dich als Verkäufer zählt Klarheit am Telefon und im Meeting. Weniger Füllwörter bedeuten stärkere Präsenz. Hörer bewerten deine Kompetenz und Glaubwürdigkeit besser, wenn deine Sprache sauberer ist. Die Cal-Poly‑Analyse zeigt: viele Füllwörter senken die Bewertung der Kommunikationskompetenz deutlich.
Du präsentierst dich selbstsicherer. Kurze Pausen geben dir Kontrolle über das Gespräch. Übung liefert Routine. Routine reduziert Nervosität. Dadurch bleiben deine Argumente im Vordergrund und dein Gegenüber bleibt beim Inhalt.
Wie ist deine Erfahrung?
Autor: Philipp Zurr (+49 1511 2783 451)
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Quelle:virtualspeech.com
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