Aktive ETFs: Chancen und Risiken im Überblick

Aktive ETFs: Renditeversprechen und Kostenfaktoren im Vergleich

In den letzten Jahren erfreuen sich aktive Exchange Traded Funds (ETFs) wachsender Beliebtheit. Grundlegend unterscheiden sie sich von passiven ETFs, die lediglich die Performance eines Index, wie etwa den DAX, abbilden. Bei aktiven ETFs hingegen ist ein Fondsmanager maßgeblich dafür verantwortlich, wie die Zusammensetzung des Portfolios aussieht. Er trifft Entscheidungen, welche Aktien wie stark gewichtet werden, basierend auf seinen Marktanalysen und Erwartungen. Diese Form der Fondsverwaltung kommt den in traditionellen Investmentfonds verwendeten Methoden nahe, bietet jedoch den zusätzlichen Vorteil, dass Anleger die Anteile an der Börse zu jeder Zeit handeln können.

Die zentrale Fragestellung bei aktiven ETFs bleibt, ob sie tatsächlich die potenziell höhere Rendite erzielen können, die ihre Anbieter versprechen. Bisher existieren nur wenige Vergleichsdaten, da aktive ETFs noch relativ neu auf dem Markt sind. Im Gegensatz dazu gibt es eine Vielzahl an Daten für traditionelle Investmentfonds. Jährliche Vergleiche von Standard & Poor’ s zeigen, dass nur eine geringe Anzahl dieser Fonds in der Lage ist, dauerhaft besser als die Benchmark-Indizes abzuschneiden. Vermutlich gilt dies auch für aktive ETFs.

Ein weiterer Aspekt ist die Kostenstruktur. Aktive ETFs sind in der Regel günstiger als klassische gemanagte Fonds, aber dennoch in der Preisklasse über passiven ETFs. Das bedeutet, auch hier sollten die Anleger genau hinschauen und prüfen, ob die potenziell höhere Rendite die höheren Kosten rechtfertigt. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, wenn Nutzer möglicherweise auf aktive Eingriffsmöglichkeiten des Fondsmanagers hoffen, zeigen Studien, dass diese Fonds ähnlich wie passive ETFs unter Marktrückgängen leiden. Eine klare Empfehlung gibt Finanzprofessor Hartmut Walz: Er rät zu passiven ETFs, da diese aufgrund des intensiven Wettbewerbs in der Branche oft geringere Gebühren ausweisen.

Es ist wichtig, sich gründlich über aktive ETFs zu informieren, bevor man investiert. Die Anbieter von aktiven ETFs setzen verstärkt auf Werbung, was potentielle Anleger anlocken soll. Eine gewissenhafte Recherche und das genaue Prüfen der Kostenstruktur sind essenziell für die Investitionsentscheidung.

Zusammenfassung

  • Aktive ETFs unterscheiden sich von passiven durch die aktive Steuerung des Fonds durch einen Manager.
  • Die Renditeversprechen aktiver ETFs sind oft schwer zu erfüllen, wie die bisherigen Datenlagen zeigen.
  • Aktive ETFs sind teurer als passive ETFs, jedoch günstiger als traditionelle Investmentfonds.

Was Vertriebsprofis wissen sollten

Ein Vertriebsprofi sollte sich mit dem Thema aktiver ETFs eingehend beschäftigen, da die wachsende Anzahl an Anbietern und das durchweg aggressive Marketing eine Rolle spielt. Das Verständnis für die Kostenstruktur und die Chancen auf höhere Renditen sind zentrale Themen. Es empfiehlt sich, die Vor- und Nachteile aktiv gemanagter Fonds gründlich abzuwägen sowie ein Bewusstsein für die entstehenden Gebühren zu entwickeln. Es ist entscheidend, die eigenen Kunden umfassend über die Risiken und Potenziale aufzuklären, um eine fundierte Investitionsentscheidung zu ermöglichen. Dies fördert nicht nur das Vertrauen in die Beratung, sondern zeigt auch die Expertise des Vertriebsprofis im Zusammenspiel von Kosten und Nutzen in der Finanzwelt.

Thomas Unger – Vertriebsprofi mit Technikverstand
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Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Mehr Rendite? Warum du bei diesen Anlageprodukten aufpassen solltest
Quelle: Impulse

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Philipp Zurr

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