Krisen als Chance für innovative Geschäftsmodelle nutzen

Krisen nutzen, um Geschäftsmodelle zu verbessern

In der heutigen Zeit, in der viele Unternehmen mit Krisen, Spannungen und Umbrüchen konfrontiert sind, wird es immer wichtiger, sich auf die Grundlagen des Geschäftsmodells zu konzentrieren. Alexander Osterwalder betont, dass es nicht ausreicht, operativ zu arbeiten und die täglichen Geschäfte zu managen. Unternehmer müssen auch die Qualität ihres Geschäftsmodells kontinuierlich verbessern und dass, insbesondere wenn die äußeren Bedingungen herausfordernd sind.

Krisen bieten ausgezeichnete Gelegenheiten, um innezuhalten und das Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen. Zu viele Unternehmer nehmen sich nicht die Zeit, um über ihre Zukunft nachzudenken, gerade wenn es ihnen wirtschaftlich gut geht. In diesen Momenten neigen sie dazu, eine Bequemlichkeit zu entwickeln, die langfristig schädlich sein kann. Osterwalder spricht von einem Konzept, das er als „exploit and explore“ bezeichnet: Das bestehende Geschäft effizient führen und gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten ausloten. Diese Balance zwischen Management und Innovation ist essenziell.

Wie kann man als Unternehmer sicherstellen, dass man innovativ bleibt? Es ist wichtig, dass die Führungskräfte im Unternehmen Zeit für die Zukunft einplanen, um auch von ihren Mitarbeitern als Vorbilder wahrgenommen zu werden. Innovation sollte nicht nur von der Unternehmensführung ausgehen, sondern eine gemeinschaftliche Anstrengung sein, bei der alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, ihre Ideen einzubringen.

Ein weiterer zentraler Punkt, den Osterwalder anspricht, ist das richtige Maß an Stabilität und Experimentierfreudigkeit. Ein Unternehmen benötigt einen stabilen Kern, um sich sicher zu fühlen, aber auch die Freiheit, Neues auszuprobieren und damit zu experimentieren. Das sichert nicht nur das Überleben in Krisenzeiten, sondern kann auch neue Wachstumschancen schaffen.

Schließlich hebt Osterwalder hervor, dass der Fokus auf den Kundennutzen entscheidend ist. Dies ist nicht nur die Frage, welches Produkt ein Unternehmen anbietet, sondern wie es schaffen kann, ein wertvolles Ökosystem um seine Produkte oder Dienstleistungen herum zu entwickeln. Der Wettbewerbsvorteil liegt oft nicht in einem einzelnen Produkt, sondern in der gesamten Erfahrung und dem Mehrwert, den ein Unternehmen seinen Kunden bietet.

Zusammenfassung

  • Krisen sind eine Gelegenheit, um Geschäftsmodelle zu hinterfragen und zu verbessern.
  • Balance zwischen dem Management des Bestehenden und der Erkundung neuer Möglichkeiten ist essenziell.
  • Der Fokus auf den Kundennutzen und die Entwicklung eines wertvollen Ökosystems sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Was Vertriebsprofis wissen sollten

Vertriebsprofis müssen sich jetzt intensiver mit ihrem Geschäftsmodell auseinandersetzen. In unsicheren Zeiten, in denen Anpassungen nötig sind, ist es wichtig, den Blick über den operativen Alltag hinaus zu richten. Sie sollten den Ansatz „exploit and explore“ im Hinterkopf behalten und sowohl auf ihre bestehenden Kunden als auch auf potenzielle neue Märkte achten. Ein kreatives Gedanken-Experiment zu wagen, kann wertvolle Erkenntnisse bringen. Das bedeutet, ihr Verständnis für Kundenprobleme zu vertiefen und Aktionspläne zu entwickeln, um innovative Lösungen anzubieten.

Zudem gilt es, eine Innovationskultur im Unternehmen zu fördern, in der alle Mitarbeiter dazu ermutigt werden, zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells beizutragen. Vertriebler sollten in der Lage sein, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und diese mit innovativen Ansätzen zu kombinieren. Letztlich müssen sie bereit sein, Risiken einzugehen und aus Misserfolgen zu lernen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Thomas Unger – Vertriebsprofi mit Technikverstand
Tel. +49 6171 587 227

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag „Man muss sich immer wieder wachrütteln“
Quelle: Impulse

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Philipp Zurr

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