Effizientere Rekrutierung durch Vorqualifizierungsgespräche
In der heutigen Arbeitswelt wird die Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden für Unternehmen immer wichtiger und herausfordernder. Besonders kleine Unternehmen, wie die IT-Budget GmbH mit ihren 40 Mitarbeitenden, müssen sicherstellen, dass neue Angestellte nicht nur fachlich geeignet sind, sondern auch kulturell ins Team passen. Geschäftsführer Christoph Laves stellt sich die Frage, ob kurze telefonische Vorqualifizierungsgespräche eine sinnvolle Maßnahme darstellen könnten und wirft damit einen wichtigen Aspekt des Recruiting-Prozesses auf.
Vivien Schaible, eine Expertin aus der HR-Beratung, bestätigt die Nützlichkeit solcher Gespräche und benennt fünf wesentliche Vorteile. Zuerst und vor allem spart ein telefonisches Vorqualifizierungsgespräch Zeit, da wichtige Rahmenbedingungen, wie Gehaltsvorstellungen oder erforderliche Sprachkenntnisse, schnell erfragt werden können. Auf diese Weise kann bereits vor dem persönlichen Gespräch abgeklärt werden, ob die Vorstellungen beider Seiten übereinstimmen.
Des Weiteren hebt Schaible hervor, dass in einem persönlichen Vorstellungsgespräch oft Täuschung einfacher ist als am Telefon. Hier zeigt sich deutlich, ob Bewerberinnen und Bewerber tatsächlich über die angegebenen Sprachkenntnisse oder technischen Fähigkeiten verfügen. Außerdem wird auch die sogenannte „Chemie“ sichtbar – wenn jemand im Telefonat kurz und einsilbig antwortet, könnte dies darauf hindeuten, dass die benötigten Soft Skills für eine Leitungsposition oder vertriebsorientierte Aufgaben fehlen.
Ein weiterer Punkt ist die Motivation des Bewerbers. Durch die Frage, warum sich dieser für die Stelle beworben hat, kann das Unternehmen feststellen, ob sich der Bewerber intensiv mit der Firma auseinandergesetzt hat oder lediglich die eigenen Marktchancen ausloten möchte. Dabei können sogar latent wechselwillige Kandidaten, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, für das Unternehmen begeistert werden.
Schaible gibt zudem praktische Tipps für die Durchführung eines derartigen „Vorstellungsgesprächs light“. Insbesondere betont sie, dass diskriminierende Fragen vermieden werden müssen. Sie empfiehlt, schon in der Stellenanzeige auf das telefonische Gespräch hinzuweisen und die Bewerber im Vorfeld darüber zu informieren, wer das Gespräch führen wird und wann es stattfindet. Das Gespräch sollte kurz gehalten werden, um den Zeitaufwand gering zu halten – etwa zehn Minuten sind ideal.
Zusammenfassung
- Telefonate ermöglichen ein schnelles Abklären von Rahmenbedingungen, um die Effizienz des Auswahlprozesses zu erhöhen.
- Am Telefon offenbaren sich oft schneller die tatsächlichen Fähigkeiten und die Motivation der Kandidaten.
- Vorqualifizierungsgespräche helfen, auch passive Kandidaten zu gewinnen, die eventuell an einer neuen Herausforderung interessiert sind.
Was Vertriebsprofis wissen sollten
Vertriebsprofis sollten das Konzept der Vorqualifizierungsgespräche ernsthaft in Betracht ziehen. Es ist wichtig, die Effizienz des eigenen Recruiting-Prozesses zu überprüfen und sicherzustellen, dass man schnelle, aber gezielte Entscheidungen trifft. Ein Vorqualifizierungsgespräch ermöglicht es, potenzielle Bewerber frühzeitig auf ihre Eignung für vertriebsorientierte Positionen zu beurteilen.
Durch diesen Prozess können Vertriebsprofis sicherstellen, dass nur die Bewerber eingeladen werden, die sowohl die geforderten Fähigkeiten als auch das passende Mindset mitbringen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Qualität der Bewerber, die als potenzielle neue Teammitglieder in Frage kommen. Ein professionell durchgeführtes Vorqualifizierungsgespräch kann den gesamten Rekrutierungsprozess optimieren und die kommenden Herausforderungen im Vertrieb besser meistern.
Thomas Unger – Vertriebsprofi mit Technikverstand
Tel. +49 6171 587 227
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Nur noch Vorstellungsgespräche führen, die sich lohnen: So klappt’s garantiert
Quelle: Impulse




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