Mirko Novakovic zeigt, woran viele Gründer im Verkauf scheitern: nicht an der Idee, sondern an zu wenig Ausdauer. Für dich als Verkäufer steckt darin eine klare Botschaft: Nähe, Wiederholung und direkte Gespräche schlagen E-Mails. Wer Kunden gewinnen will, arbeitet nicht aus dem stillen Büro heraus, sondern von Mensch zu Mensch.
Harte Arbeit schlägt Glanz
Mirko Novakovic zählt zu den bekanntesten Seriengründern in Deutschland. Nach Codecentric und Instana gründet er 2023 mit Dash0 erneut ein Unternehmen. Sein Punkt ist einfach: Nicht die brillante Idee trägt ein Geschäft, sondern harte Arbeit im Alltag. Für dich heißt das, dass Sichtbarkeit, Disziplin und saubere Grundlagen mehr zählen als große Worte.
Er beschreibt das sehr praktisch. Er ist viel unterwegs, besucht Treffen, Konferenzen und Kunden vor Ort. Dort entstehen Kontakte, Gespräche und neue Chancen. Das klingt unspektakulär, ist im Verkauf jedoch oft der Unterschied zwischen Bewegung und Stillstand. Wer nur plant, bleibt unsichtbar. Wer präsent ist, trifft Menschen.
Netzwerk entsteht unterwegs
Novakovic nennt als Beispiel seine vielen Flüge. Dahinter steckt kein Lifestyle-Gedanke, sondern eine klare Verkaufslogik: Zufall trifft nur den, der unterwegs ist. Wenn du offen unterwegs bist, triffst du Gründer, Entscheider und mögliche Partner. Für dich als Verkäufer ist das ein wichtiger Hinweis. Geschäft wächst dort, wo du im echten Austausch bleibst.
Er plant seinen Tag eng und nutzt sogar Frühstückstermine. Das zeigt, wie ernst er persönliche Begegnungen nimmt. Er sagt auch klar, dass Verkauf aus dem Büro heraus nicht funktioniert. Im B2B-Umfeld entstehen Vertrauen und Kaufbereitschaft im direkten Gespräch. Unternehmen baut man Schritt für Schritt. Genau das braucht Geduld und Präsenz.
Das Telefon bleibt stark
Für Novakovic bleibt das Telefon eines der wichtigsten Werkzeuge im Verkauf. E-Mails verlieren aus seiner Sicht immer öfter an Wirkung. Für dich ist das ein klarer Prüfstein: Erreichst du Menschen wirklich, oder landest du nur im Posteingang? Ein Anruf bringt sofort Reaktion. Du hörst Einwände, Tonfall und Bedarf direkt. Das ist näher an der Wahrheit als jede Nachricht.
Er nutzt diese Gespräche nicht nur zum Verkaufen. Sie helfen auch bei der Weiterentwicklung des Produkts. Zuerst spricht er mit den Menschen, die später täglich damit arbeiten. Diese Perspektive ist stark. Denn dort sitzt oft das echte Problem. Wer die täglichen Abläufe kennt, versteht schneller, wo eine Lösung wirklich greift.
Fünf Versuche reichen nicht
Ein zentraler Satz aus dem Beitrag bleibt hängen: Viele geben nach fünf Kontakten auf, obwohl deutlich mehr Versuche nötig sind. Genau hier scheitert oft der Verkauf. Nicht am Produkt, sondern an zu frühem Rückzug. Wenn du nachfasst, bleibst du im Gespräch. Wenn du abbrichst, verschwindest du wieder aus dem Kopf des Kunden.
Novakovic nimmt auch die Angst vor dem Anruf ernst. Ein Gespräch kann scheitern. Mehr passiert im schlimmsten Fall nicht. Das ist im Alltag wichtig, vor allem für Verkäufer, die Hemmungen haben. Gemeinsame Anrufe im Team helfen zusätzlich. So lernt jeder mit Ablehnung umzugehen und verbessert seine Gesprächsführung Schritt für Schritt.
Kurze Calls, klarer Fokus
Novakovic sieht den Cold Call nicht als fertigen Verkaufsmonolog, sondern als Türöffner. Er rät zu guter Vorbereitung, zu einem freundlichen Auftreten und zu kurzen Gesprächen. Ein Call dauert idealerweise nur eine bis anderthalb Minuten. Das Ziel ist nicht, alles zu erklären. Das Ziel ist ein nächster Termin oder ein ausführlicheres Folgegespräch.
Für dich als Verkäufer ist das eine saubere Linie. Du verkaufst im ersten Kontakt nicht das ganze Angebot. Du öffnest eine Tür. Wenn du weißt, wen du anrufst, was dort gerade läuft und was dein Gesprächsziel ist, wirkt dein Anruf ruhiger und klarer. Genau diese Klarheit schafft Vertrauen.
Was du mitnimmst
Für dich als Verkäufer ist die wichtigste Lehre aus diesem Beitrag klar: Verkauf entsteht durch Präsenz, Ausdauer und direkte Gespräche. Du gewinnst mehr, wenn du Menschen erreichst, nachfasst und echten Bedarf verstehst. Die stärksten Impulse liegen oft nicht beim Entscheider, sondern bei den Menschen im Alltag. Dort siehst du Reibung, Nutzen und Bedarf am deutlichsten.
Wenn du das auf deinen Alltag überträgst, wird dein Verkauf ruhiger und wirksamer. Du gehst vorbereitet ins Gespräch, hältst es kurz, hörst genau hin und bleibst dran. So wächst aus Kontakt Vertrauen, aus Vertrauen Termin und aus Termin Geschäft. Was erlebst du im Alltag?
Autor: Philipp Zurr (+49 1511 2783 451)
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Quelle: welt.de
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