Zwei von drei Kunden nutzen KI beim Black Friday 2026

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Beim Black Friday 2026 suchen viele Kunden nicht mehr allein. Sie holen sich KI zur Seite, um Preise, Rabatte und Produkte schneller zu prüfen. Für dich als Verkäufer verändert das die Kaufentscheidung spürbar. Sichtbarkeit, Klarheit und Vertrauen rücken noch stärker in den Mittelpunkt.

KI wird Einkaufshelfer

Der Black Friday rückt näher, und viele Kaufinteressierte gehen mit digitaler Hilfe auf Schnäppchenjagd. Laut dem YouGov-Report wollen 51 Prozent künstliche Intelligenz für ihre Suche nach Angeboten einsetzen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 23 Prozent. Das zeigt: Die Bereitschaft hat sich stark erhöht.

Auch das Vertrauen verschiebt sich. 66 Prozent trauen KI-Werkzeugen wie ChatGPT oder Claude zu, die besten Angebote zu finden. Klassische Kundenbewertungen kommen auf 63 Prozent. Für dich heißt das: Der erste Kontakt zur Kaufentscheidung läuft für viele Menschen längst nicht mehr nur über Sterne, Kommentare und Foren.

42 Prozent der interessierten Shopper haben KI-Tools beim Einkaufen bereits ausprobiert. Die Technologie ist damit nicht mehr Spielerei, sondern Teil des Suchverhaltens. Wer verkauft, trifft auf Kunden, die schneller vergleichen und weniger Geduld für Umwege haben.

„Viele Kunden prüfen Angebote heute mit KI, und genau dadurch verschiebt sich der erste Eindruck der Marke.“

Rabatte unter Druck

Der Grund für diesen Trend liegt in der Überforderung vieler Käufer. 39 Prozent geben an, echte Preisnachlässe kaum noch von Scheinrabatten zu unterscheiden. Weitere 36 Prozent finden unter der Menge an Angeboten den günstigsten Deal nicht schnell genug. Genau hier setzt KI an.

Die Befragten nutzen die Technik vor allem für drei Dinge: 42 Prozent für den besten Preis, 34 Prozent für die Prüfung eines Rabatts und 32 Prozent für den Vergleich ähnlicher Produkte. Das ist für dich wichtig, weil Kunden damit strenger prüfen. Ein lauter Preis zieht weniger lange. Ein klarer Nutzen zählt mehr.

In einer solchen Situation gewinnt der Verkäufer, der Orientierung gibt. Wenn ein Kunde schon vor dem Gespräch mit KI gefiltert hat, kommt er mit einer engeren Auswahl. Das Gespräch startet dann nicht mehr bei null, sondern bei der Frage, was wirklich passt.

„Je unübersichtlicher der Markt wirkt, desto stärker suchen Kunden nach klaren, schnellen Vergleichen.“

ChatGPT führt das Feld

Bei der Wahl des KI-Tools liegt ChatGPT vorne. 56 Prozent der potenziellen Black-Friday-Shopper nennen es als bevorzugten Helfer. Dahinter folgt Gemini mit 41 Prozent. Meta AI kommt auf 19 Prozent, Copilot auf 12 Prozent und Claude auf 11 Prozent.

Für dich als Verkäufer ist diese Verteilung relevant, weil sich Aufmerksamkeit nicht gleichmäßig verteilt. Wer sichtbar sein will, denkt nicht nur an die Website, sondern auch an die Frage, wie Inhalte in KI-gestützten Such- und Vergleichsprozessen auftauchen. Die Sichtbarkeit wird damit zu einem Teil der Kaufvorbereitung.

Das Kräfteverhältnis kann sich bis zum Black Friday noch verschieben. Im Moment spricht wenig dafür, dass ChatGPT seine Spitzenposition verliert. Für den Vertrieb heißt das: Die ersten Sekunden der Orientierung entstehen dort, wo Kunden ihre Fragen eingeben.

„Wenn Kunden ihre Vorauswahl über KI treffen, entscheidet Sichtbarkeit früher über Chancen als der eigentliche Verkaufsmoment.“

Vertrauen endet beim Kauf

So hoch das Vertrauen in die Beratung auch ist, an einer Stelle ziehen viele die Grenze. Nur 10 Prozent würden der KI erlauben, nach Freigabe selbst einen Kauf abzuschließen. 9 Prozent wären damit einverstanden, Produkte automatisch in den Warenkorb legen zu lassen. Einen komplett automatisierten Einkauf akzeptieren nur 8 Prozent.

Zwischen den Generationen zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Bei Gen Z und Millennials können sich 12 Prozent vorstellen, den gesamten Kaufprozess der KI zu überlassen. Bei Generation X und den Babyboomern sind es nur 3 Prozent. Das ist für dich ein klarer Hinweis: Beratung ja, Kontrolle abgeben nein.

Im Verkaufsgespräch zählt deshalb weiterhin der Mensch. Kunden lassen sich helfen, prüfen und vergleichen. Die Entscheidung selbst behalten sie in der Hand. Genau dort liegt dein Raum: Du führst ruhig durch Unsicherheit, statt den Druck zu erhöhen.

„Kunden nehmen Hilfe an, geben die Entscheidung selbst jedoch nicht aus der Hand.“

Was du daraus lernst

Die Zahlen zeigen: Black Friday ist längst kein reines Rabattfest mehr. Die Aktionstage erzeugen hohe Kaufaktivität. Im Jahr 2025 lagen die Onlineausgaben während der Black Weeks 51 Prozent über dem Wochendurchschnitt des restlichen Jahres. Die gesamten Konsumausgaben stiegen um 26 Prozent, die Zahl der Nonfood-Einkaufstouren um 24 Prozent.

Für dich als Verkäufer liegt der praktische Nutzen klar auf der Hand. Du denkst nicht mehr nur in Preisen, sondern in Auffindbarkeit, Vergleichbarkeit und Vertrauen. Wenn Kunden mit KI vorbereitet ins Gespräch kommen, brauchst du eine klare Sprache, nachvollziehbare Argumente und saubere Antworten auf Preisfragen. Genau dort entsteht Wirkung.

Black Friday und Cyber Monday sind damit mehr als einzelne Tage. Sie sind ein Test dafür, wie gut du in einer schnellen, überfüllten Kaufwelt Orientierung gibst. Wie ist deine Vertriebsstrategie, wenn Kunden schon vor dem Gespräch mit KI vergleichen?

Autor: Philipp Zurr (+49 1511 2783 451)

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Quelle: unternehmer.de

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