Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin hat Rückenwind. Steigende Verteidigungsausgaben, aber auch die hohe Aufmerksamkeit für die Raumfahrt durch den Börsengang von SpaceX beflügeln die Branche. Eine Chance für Verkäufer?
ILA Berlin 2026: Erfolgreicher Abschluss mit Besucherplus
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA Berlin) hat am Flughafen BER ihre Tore geschlossen und kann auf ein positives Ergebnis zurückblicken. Rund 110.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Messe in diesem Jahr, was einem Anstieg im Vergleich zu den 95.000 Gästen vor zwei Jahren entspricht. Insgesamt präsentierten 765 Aussteller aus 37 Ländern innovative Produkte und Lösungen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Neben den Ausstellungen fanden auch verschiedene Diskussionsrunden und beeindruckende Flugvorführungen statt, die sowohl militärische als auch zivile Aspekte beleuchteten.
Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), hob die Bedeutung der Luft- und Raumfahrt als Schlüsselindustrie und strategische Infrastruktur hervor. Die ILA wird gemeinsam von der BDLI und der Messe Berlin veranstaltet. Ein zentrales Thema der diesjährigen ILA war die Entwicklung eines Nachfolgers für das gescheiterte französisch-deutsche Kampfflugzeug-Projekt FCAS. Acht führende Rüstungsunternehmen, darunter Airbus und MTU, haben ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an einem neuen Kampfflugzeug signalisiert.
Die ILA blickt auf eine lange Tradition zurück, die 1909 mit der ersten internationalen Luftschifffahrt-Ausstellung begann. Seit 1992 findet die ILA in Berlin-Schönefeld statt, mittlerweile am Flughafen BER. Dennoch blieb die Veranstaltung nicht ohne Kontroversen, da es während der Messe zu politischen Protesten kam, die den Zugang zur Veranstaltung vorübergehend blockierten.
Neuer Markt?
Die Luft- und Raumfahrtindustrie wird damit auch als Markt für andere Branchen interessanter. Denn die Branche benötigt nicht nur Spezialteile, sondern auch Maschinen sowie Bauteile, die so oder so ähnlich bereits in anderen Produkten zum Einsatz kommen. Verkäufer sollten sich überlegen, ob sie Produkte im Angebot haben, die sich auch an diese Wachstumsbranche verkaufen lassen.
Autor: Philipp Zurr (+49 1511 2783 451)
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Quelle: MaschinenMarkt
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